Pendeln mit dem Rad: So bleibt ihr frisch und geschmeidig

Fahrräder sind das Must-have der letzten Jahre. Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen, zählen für uns aber vor allem die emotionalen Qualitäten: “Nur Genießer fahren Fahrrad und sind immer schneller da …” Mobile Unabhängigkeit wussten die Prinzen schon vor 30 Jahren zu schätzen.

Besonders anschaulich wird diese Form der Bewegungsfreiheit morgens auf dem Weg zur Arbeit. Statt sich in einen überfüllten Bus oder in eine stickige U-Bahn zu quetschen, lässt man sich doch viel lieber eine frische Brise um die Nase wehen – und fährt ganz nebenbei noch den Kreislauf hoch. Wer so in den Tag startet, kommt wach und ausgeglichen im Büro an und kann sich schon vor getaner Arbeit auf die Schulter klopfen.

 

Schweiß und Reibung sind unvermeidlich

Nur: Wer jeden Tag auf dem Sattel sitzt und kilometerweit mit dem Bike zur Arbeit düst, kommt unvermeidbar irgendwann ins Schwitzen. Sich in diesem Zustand unter die Kollegen zu mischen, löst meistens keine Begeisterungsstürme aus. Mal ganz davon abgesehen, dass man sich selbst ziemlich unwohl fühlt. 

Die Fahrrad-Enthusiasten unter euch fahren sich manchmal wahrscheinlich auch einen regelrechten “Wolf”. Gemeint ist die unangenehme Wundreibung an Oberschenkeln und im Genitalbereich, die entsteht, wenn man(n) sein Sitzfleisch zu lange beansprucht.

 

Frisch geduscht ist halb gewonnen

Unser Fahrrad-Botschafter Sven (35), der jeden Tag in Hamburg über 20 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit pendelt, hat deshalb seit ein paar Monaten eine simple Pflegeroutine entwickelt.

“Weil wir auf der Arbeit keine Dusche haben, bereite ich mich quasi darauf vor, dass ich trotz langer Fahrt mit dem Fahrrad frisch ankomme. Irgendwann hab ich mal gelesen, dass Wechselduschen ziemlich gut helfen sollen. Seitdem mache ich das eigentlich fast jeden Tag.”

Tatsächlich wirken die abwechselnd kalten und warmen Reize besonders belebend. Wechselduschen kurbeln aber nicht nur den Kreislauf an, sondern können auch vor übermäßigem Schwitzen schützen, weil sie den Körper auf Temperaturschwankungen vorbereiten.

Kalte Duschen sind dagegen kontraproduktiv: Damit fordert ihr euren Körper nämlich auf, sich gegen die kalten Reize zu wehren. Er dreht sozusagen die Heizung auf – und ihr fangt nach einer Weile erst recht an zu schwitzen.

Am besten braust ihr euch also mal richtig ab, bevor ihr auf den Sattel steigt, und gönnt eurem Körper eine Reinigung mit naturnahem Duschgel. Spoiler: Euer Genitalbereich und der Bereich unter den Achseln haben bei der Morgenwäsche besondere Aufmerksamkeit verdient!

“Ich nutze anschließend natürlich ein Deo und creme mich neuerdings auch noch am ganzen Körper ein”, ergänzt Sven. “Das habe ich früher seltener gemacht, aber es hilft ziemlich gut, wenn die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt ist. Dadurch scheuert es untenrum immerhin schon weniger.”

 

Richtig gutes Deo ist ein Muss

Deodorants oder Antitranspirantien helfen dabei, dass sich während und nach eurer Fahrradtour zum Job fieser Schweißgeruch bildet. Antitranspirantien vermindern die Geruchsentwicklung, indem sie die Aktivität der Schweißdrüsen hemmen, ein Deodorant übertüncht unangenehme Körpergerüche nur.

Mittlerweile geht der Trend auch bei diesen Produkten glücklicherweise in Richtung natürliche Inhaltsstoffe. Die meisten Deos und Antitranspirantien ohne Aluminium wirken aber leider noch nicht so gut gegen extremes Schwitzen, da haben aluminiumhaltige Produkte oft noch die Nase vorn – auch wenn sie als weniger gesund gelten (was übrigens dieses Jahr durch eine neue Studie des Bundesamts für Risikobewertung widerlegt wurde.

Aber: Jeder Mann schwitzt unterschiedlich stark und entwickelt unterschiedliche Schweißgerüche. Es gibt also nicht die einzig wahre Lösung, wie ihr mit dem Thema umgehen solltet. Wir würden euch deshalb raten, einfach mal ein paar Produkte auszuprobieren und zu testen, welche für euch am besten passen.

Übrigens gibt es sogar spezielle Deos für den Intimbereich unter der Gürtellinie. Mit normalen Deos und Antitranspirantien solltet ihr eure sensible Geschlechtshaut lieber nicht behandeln.

 

Es gibt keine falsche Kleidung, aber das falsche Material

In Sachen Schweißreduktion spielt außerdem die Wahl eurer Klamotten eine wichtige Rolle. Die Kunst ist es, sich so warm anzuziehen, dass man sich nicht erkältet, und so leicht, dass man nicht nach den ersten 20 Tritten in die Pedale schon anfängt zu ölen wie ein Elch. “Ich trage deshalb meistens atmungsaktive Kleidung”, sagt Sven. “Keine Baumwolle, die sich vollsaugen kann.”

Also: Auch wenn ihr ungern auf eure lässigen Boxer-Shorts verzichtet, Baumwoll-Unterhosen eignen sich nicht fürs Pendeln mit dem Rad. Sie saugen den Schweiß regelrecht in sich auf und trocknen dafür viel zu langsam. Wer also nicht in einer feuchten Unterhose malochen will, besorgt sich besser eine Ladung atmungsaktiver Unterwäsche.

Auch wenn es um die Frage geht, wie ihr Wundscheuern an den Innenschenkeln oder am Hodensack reduzieren könnt. “Baumwolle scheuert gefühlt am meisten”, gibt Sven zu bedenken. “Besonders im Schritt. Wobei es da unten erst recht unangenehm wird, wenn ich Jeans trage.”

Je nachdem, wie gut ihr euch bei der Arbeit umziehen könnt, ist es auch hilfreich, Wechselklamotten einzupacken. Oft reicht es aber auch schon, nur das T-Shirt zu wechseln oder das Hemd erst vor Ort anzuziehen.

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Der Quick Check

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte für Fahrrad-Pendler, die etwas gegen Schweiß und unangenehme Gerüche tun möchten:

  • Frisch geduscht loszufahren hilft, besonders waschen solltet ihr euch unter den Achseln und im Schritt (zur Not geht auch die “Katzenwäsche” am Waschbecken).
  • Ruhig auch mal im Wechsel kalt und warm duschen, um das Nachschwitzen zu reduzieren.
  • Atmungsaktive Kleidung beim Fahrradfahren tragen und nicht zu warm oder kalt anziehen und nicht zu kalt angezogen sein.
  • Lieber mehrere Lagen dabei haben und während der Fahrt etwas an oder ausziehen.
  • Atmungsaktive Unterwäsche ausprobieren, diese saugt sich nicht mit Schweiß voll.
  • Probiert verschiedene Deos (Deodorants) und Antitranspirantien aus und guckt, was bei euch am besten funktioniert, um die unangenehmen Schweißgerüche beim Pendeln zu vermeiden.
  • Aber Achtung: Im Intimbereich unter der Gürtellinie lieber keine Antitranspirantien nutzen, die die Schweißporen verstopfen.

 

Damit solltet ihr jetzt perfekt gerüstet sein, um kräftig in die Pedalen zu treten! Für weitere wertvolle Tipps und Tricks rund um die Themen Männerpflege und Intimhygiene schaut euch auch unseren umfangreichen Leitartikel “Intimpflege beim Mann” an.

 

Cheers & high5 🤘

 

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Diese Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und können einen ärztlichen Rat nicht ersetzen. Konsultiert bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden bitte immer euren behandelnden Arzt.




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