Intimrasur für Männer: Hoden rasieren ohne Pickel und Rötungen

Genitalfrisuren sind Geschmackssache. Vom Wildwuchs bis zum Kahlschlag ist untenrum natürlich alles erlaubt. Aber: Laut einer aktuellen Statista-Umfrage entscheiden sich inzwischen immerhin 50% der deutschen Männer für eine Glattrasur. Allerdings ist das männliche Gemächt an der Oberfläche ziemlich zart besaitet. Worauf müssen Männer bei der Intimrasur also achten, um ihre Eier vor Hautirritationen zu schonen? Und was ist eigentlich effektiver: nass oder trocken rasieren? Wir geben Antworten auf oft gestellte Fragen.

 

Intimrasur für Männer: Hygienisch oder nicht?

Die Grundsatzfrage: Nass oder trocken rasieren?

Die Tool-Auswahl: Was brauchen Männer für die Intimrasur?

Die Anleitung: In 3 Schritten zur hautschonenden Intimrasur

Vorsorge: Pro-Tipps zur Pflege nach der Intimrasur

 

Intimrasur für Männer: Hygienisch oder nicht?

Nackte Genitalien liegen also durchaus auch bei Männern im Trend. Unter Experten gehen die Meinungen zur Totalrasur allerdings auseinander. 

Besonders kontrovers diskutiert wird das Thema Intimhygiene. Schamhaaren wird nämlich eine natürliche Schutzfunktion nachgesagt. Die einen behaupten deshalb, ohne Schamhaare hätten Bakterien und Krankheitserreger leichteren Zugang zu unseren Körperzellen. 

Auf der anderen Seite steht die Überzeugung, sie seien ein evolutionsbiologisches Überbleibsel und wir bräuchten diesen Schutz dank Kleidung und besserer Körperhygiene heute nicht mehr. In dieser Auslegung stünde einer Intimrasur für Männer also nichts im Wege.  

Auch für die Bildung von Schweißgeruch ist es eigentlich unwichtig, ob man sich untenrum die Haare entfernt oder nicht. Der ist nämlich abhängig vom Körperzustand und verändert sich beispielsweise, weil man Sport treibt oder bestimmte Nahrungsmittel zu sich nimmt, nicht weil man sich im Intimbereich die Haare stehen lässt.  

Etwas Vorsicht ist allerdings trotzdem geboten. Denn kleinere Schnittwunden, die man sich beim Rasieren unfreiwillig zufügt, sind ebenfalls Eintrittsstellen für Keime und Krankheitserreger.

 

Nassrasierer-hilft-gegen-Roetungen-und-Juckreiz 

Die Grundsatzfrage: Nass oder trocken rasieren? 

Nass rasieren beugt Rötungen und Juckreiz vor

Bei der Frage, ob ihr euch im Intimbereich lieber nass oder trocken rasieren solltet, gibt es unterschiedliche Meinungen. Grundsätzlich ist, ähnlich wie bei der Bartrasur, beides möglich. Im Hinblick auf eine gründliche Intimrasur für Männer gibt es aber ein paar Vorteile, die für eine Nassrasur sprechen.  

Weil Schamhaare robuster und drahtiger sind als andere Körperhaare, ist es hilfreich, sie beim Duschen oder Baden erstmal einzuweichen, bevor ihr sie mit dem Rasierer bearbeitet. Durch den Wasserdampf öffnen sich eure Poren, wodurch ihr die Haarfollikel besser erreicht. Damit sorgt ihr für eine besonders gründliche Rasur. 

Gleichzeitig beugt ihr unangenehmen Rötungen und damit einhergehendem Juckreiz vor. Denn durch die Reinigung tummeln sich weniger Bakterien und Keime auf der Hautoberfläche – die eigentlichen Urheber lästiger Pickel und juckender Haut.  

Last but not least: Wenn ihr euch direkt unter der Dusche rasiert, spart ihr außerdem noch wertvolle Zeit. 

 

Trockenrasuren führen häufiger zu Hautirritationen

Im Gegensatz dazu wird die sensible Genitalhaut bei einer Trockenrasur stärker gereizt. Das mehrfache Scheuern scharfer Rasierklingen auf unvorbereiteter Haut führt häufiger zu Rötungen und zur Pickelbildung im Intimbereich als eine Nassrasur.

Wir finden allerdings, dass es auch Vorteile haben kann, sich vor dem Duschen zu rasieren. Zum einen schubbern die Klingen auf der weichen Haut mehr, wodurch sich die Intimrasur weniger gründlich anfühlen kann als vor dem Duschen. Außerdem lassen sich die Stoppelreste unter der Dusche leichter entfernen. 

Ihr seht schon: Eine eindeutige Empfehlung gibt es bei dieser Frage nicht. Probiert am besten aus, welche Variante besser zu euren Kronjuwelen und persönlichen Bedürfnissen passt oder variiert die Methode je nach Situation.


 

Pro-Tipp: Nicht zu heiß duschen

So oder so ist es übrigens sinnvoll, nicht allzu heiß zu duschen. Warum? Weil sich die Poren nach dem Rasieren besser mit kaltem Wasser schließen lassen, was wiederum Hautirritationen und Infektionen vorbeugt.

 

Die Tool-Auswahl: Was brauchen Männer für die Intimrasur?

Wer es ernst meint und sich “Down Under” die volle Blöße geben will, sollte sich ruhig erst mal mit dem passenden Equipment vertraut machen. Einfach rasieren und fertig – so einfach macht es euch euer Körper leider nicht. Aber keine Sorge, wer den Dreh einmal raus hat, verbringt keine fünf Minuten mit einer sorgfältigen Rasur. 

  1. Ihr braucht in erster Linie natürlich einen scharfen Rasierer. Hier bitte nicht an der falschen Stelle sparen. Es lohnt sich definitiv, in einen hochwertigen Rasierer zu investieren. Ob nass oder elektrisch – Hauptsache, die Klingen sind schön scharf und stumpfen nicht nach der dritten Rasur schon ab.
  2. Auch gut zu gebrauchen: Eine kleine Nagelschere, um längere Haare vor der Rasur zu stutzen und hinterher die letzten Ausreißer einzufangen. Wenn ihr eine mit abgerundeten Spitzen findet, umso besser, damit könnt ihr euch nicht so leicht verletzen.  
  3. Wenn ihr euch für die Nassrasur entscheidet, legen wir euch außerdem die Verwendung von Rasiergel ans Herz. Es legt sich wie ein Schutzfilm über eure empfindliche Genitalhaut, sodass die Klingen weniger Reibung erzeugen. Ergo: Weniger Rötungen und Rasurbrand. 
  4. Klingt vielleicht ungewöhnlich, ist aber hilfreich: Ein After Shave pflegt eure zarte Haut auch in den intimsten Bereichen. Aber Vorsicht, achtet unbedingt darauf, dass es keinen Alkohol enthält. Sonst besteht Waldbrandgefahr …

 

 

Die Anleitung: In 3 Schritten zur hautschonenden Intimrasur 

1. Vorbereitung: Lange Haare trimmen und Haut reinigen 

Ihr solltet die Haare immer etwas stutzen, bevor ihr die Rasierklinge schwingt. Lange Haare verstopfen sonst schnell die Klingen, dafür sind die meisten Rasierer einfach nicht ausgelegt. Für die Intimrasur empfehlen wir eine kleine Nagelschere, damit kommt ihr wesentlich besser an schwer erreichbare Stellen als mit einem Barttrimmer.

Wenn ihr euch nicht direkt unter der Dusche oder nach dem Duschen rasiert, solltet ihr eure Hoden trotzdem mit etwas warmem Wasser auf die strapazierende Rasur vorbereiten. Zum einen, damit sich die Poren öffnen und die Rasur geschmeidiger gelingt. Zum anderen, um euer Gemächt von Keimen und Hautzellen zu befreien, die die Poren beim Rasieren leicht verstopfen können.

2. Rasur: Hodenhaut straffen und mit dem Strich rasieren

Für eine gründliche Rasur ist es unerlässlich, dass ihr mit den Klingen alle Stellen erreicht. Das gelingt am besten, wenn ihr euren Hodensack mit einer Hand vorsichtig strafft, sodass ihr mit dem Rasierer möglichst geschmeidig und verletzungsfrei vorwärts kommt. 

Außerdem solltet ihr den Rasierer in Richtung Haarwuchs ziehen, als mit dem Strich rasieren, und nicht gegen die Wuchsrichtung der Follikel. Auch diese Methode hilft gegen Hautirritationen und rote Pickel. 

Wichtig: Rasiergel oder -schaum nicht vergessen. Beides sorgt dafür, dass die Haut schon während der Rasur nicht allzu sehr strapaziert wird.

3. Pflege: Kalt abduschen und eincremen

Wenn ihr nicht sowieso schon unter der Dusche steht, solltet ihr euren Intimbereich nach der Rasur einmal mit kaltem Wasser abwaschen. Die Erfrischung ist eine reine Wohltat für eure gereizte Haut. Außerdem verschließen sich dadurch die Hautporen, das heißt Bakterien haben weniger “Angriffsfläche” und ihr minimiert das Risiko von Entzündungen und Ausschlägen.  

Übrigens: Auch wenn viele Männer ihre Intimrasur so schnell und unkompliziert wie möglich hinter sich bringen möchten, empfehlen wir euch unbedingt, eurer strapazierten Genitalhaut hinterher ein bisschen Entspannung zu gönnen. Am besten mit geeigneten Pflegeprodukten wie einem speziellen After Shave. 

Ratsam sind vor allem reichhaltige Cremes mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Aloe Vera oder Saccharide Isomerate, die als natürliche Feuchtigkeitsspender wirken und eure Haut über den ganzen Tag mit Feuchtigkeit versorgen. Wenn ihr keine speziellen Produkte zur Hand habt, könnt ihr übrigens auch auf Babyöl zurückgreifen, das hat nämlich eine ähnlich beruhigende Wirkung.  

Wir haben da was gegen Hautirritationen nach der Rasur. Le Coq Rock hilft gegen Rötungen und Pickel nach der Rasur und pflegt deine intimen Stellen gleichzeitig. Probiert es aus und gebt uns gern Feedback. Zum Produkt geht es >> hier <<.



 

Pro-Tipps: Wie oft solltet ihr euch rasieren – und wann? 

Gönnt eurer Haut eine Auszeit 

Idealerweise gönnt ihr eurer Haut eine Auszeit, bevor ihr eure Eier das nächste Mal rasiert. Allerdings wachsen in der Zwischenzeit unangenehme Stoppeln nach. Wer es deshalb nicht aushält, sich nur ein- bis zweimal die Woche zu rasieren, sollte vielleicht über Methoden zur dauerhaften Haarentfernung, zum Beispiel Wachsen oder Lasern, nachdenken. 

 

Am besten abends rasieren

Zusätzlicher Pro-Tipp: Rasiert euch abends. Im Schlaf bewegt ihr euch weniger und euer Gemächt hat in relaxten Schlafklamotten mehr Freiraum. Die Haut hat also mehr Zeit sich zu erholen und ist weniger gestresst, was wiederum zu weniger Hautirritation führt. Simpel, aber genial.

 

Säubert eure Rasierklingen immer gründlich

Nach dem Gebrauch solltet ihr die Rasierklingen von Stoppel- und Rasiergelresten befreien. Das erhöht einerseits die Haltbarkeit eurer Klingen. Andererseits ist die Reinigung wichtig, damit bei einer späteren Rasur keine Keime in mögliche Schnittwunden gelangen können.

 

>> Du möchtest up-to-date in Sachen Männerpflegetrends bleiben? Und willst zudem auch regelmässig spannende Insights von Experten, Sportlern und unseren Rooster-Botschaftern bekommen? Dann melde dich jetzt für unseren Locker Room Newsletter an. Hier geht's zur Anmeldung. <<

Wir hoffen unsere Tipps konnten euch helfen untenrum etwas geschmeidiger zu werden oder einfach frisch frisiert. Meldet euch gern, wenn ihr konkrete Fragen habt.



Wir freuen uns auf euren Input!

Cheers und High5, euer Groomed Rooster Team 🤘





Diese Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und können einen ärztlichen Rat nicht ersetzen. Konsultiert bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden bitte immer euren behandelnden Arzt.




Älterer Post Neuerer Post